Angeheitert durch das polnisches Bier am The Witcher 2 Stand und voller Erwartungen und Tatendrang, begaben sich zwei JPGAMES-Redakteure pünktlich zu ihrem Termin mit Catherine. Erhofft hatten wir uns freie Cocktails und eine junge Dame in aufreizenden Kleidern, jedoch blieb es dann doch nur bei den üblichen Getränken und einer männlichen Person, die uns dennoch unterhaltsam durch die Präsentation führte.
Zunächst führte man uns kurz in die Story ein. In Catherine geht es um den Normalo, Vincent Brooks, welcher schon einige Jahre eine Beziehung mit seiner Freundin Katherine führt. Eines Tages kommt es zu einem Gespräch der beiden, in dem es über das Heiraten und Kinder kriegen geht. Verwirrt und unsicher flüchtet sich unser Vincent in seine Stammbar, um sich mit seinen besten Freunden mit dem Thema auseinander zu setzen. Leicht angetrunken und nachdenklich begibt sich Vincent in sein Bett, doch in seinen Träumen findet er sich in einer seltsamen Welt wieder. Begleitet von Schafen wird ihm gesagt, dass er die Spitze eines Turms erklimmen muss, um sich aus dem Traum zu befreien. Schafft er dies nicht würde er ebenfalls in der richtigen Welt sterben.
Der nächste Tag bestätigt dies auch schon, denn die Nachrichten berichten über ominöse Todesfälle, bei denen Männer in ihren Betten tot aufgefunden worden sind. An dem folgenden Abend trifft Vincent nun schließlich auf eine andere Catherine, welche sich über kurz oder lang in sein Leben integriert und Vincent vor die Entscheidung stellt: Katherine oder Catherine. Was hat es mit der mysteriösen Catherine auf sich und wie wird sich Vincent am Ende entscheiden? Das gilt es, selbst herauszufinden.
Nach diesem kleinen Einblick folgte auch schon die Vorführung, welche in etwa die Mitte des Spiels aufgreift. Zunächst der Action Teil des Spiels, welcher sich eben wie erwähnt in den Träumen von Vincent abspielt und circa zwei Drittel des gesamten Spiel ausmacht. Vincents Albträume gestalten sich meist gleich, man findet sich am Fuße eines hohen Turms aus quadratischen Steinen wieder, den es gilt, hinauf zu klettern. Vincents Aktionsmöglichkeiten beschränken sich größtenteils auf das Ziehen und Drücken dieser Steine und am Spieler liegt es nun, sich einen Weg nach oben durch das Verschieben dieser zu bahnen.
Das Ganze geschieht jedoch unter Zeitdruck, denn fallen die Steine unter einem kontinuierlich herab, so dass einem nie wirklich viel Zeit bleibt in Ruhe nachzudenken. Je schneller man nun hinaufsteigt, desto mehr steigt der Punktemultiplikator, welcher am Ende für die Wertung von großem Nutzen ist. Zur Hilfe gibt es aber meist einen Checkpoint auf halber Strecke, was einem zum einen etwas Verzweiflung erspart, zum anderen an dem Punktekonto zehrt. Ein zweischneidiges Schwert also, doch hat man sich an den Spielmodus gewöhnt, fallen einem die Stages um einiges leichter. Übung macht den Meister ist hier die Devise.
Nach erfolgreichem Beenden eines Turms ist jedoch meist nicht Schluss mit dem Traum. So findet man sich nach den einzelnen Stages auf einer Basis Plattform wieder, wo man sich etwas ausruhen kann. Hier trifft man auf die anderen Schafe, welche die selbe Tortur, wie unser Vincent durchleben müssen und kann sich mit ihnen unterhalten. Oftmals gibt es Klettertipps und interessante Unterhaltungen, die je nach Beantwortung des Spielers Einfluss auf die Lebensspanne des Gesprächspartners haben. Neben diesen findet sich auch ein Shop, der einem Items für die nächste Kletterpartie zur Verfügung stellt. Dieses hilft zwar, allerdings kostet es euch Punkte, was ein Abschließen mit einer Gold Trophäe zum Ende der nächsten Stage deutlich erschwert.
Hat man sich wieder ein wenig gefangen, ist es Zeit sich der nächsten Stage zu widmen, die durch einen Aufzug betreten werden müssen. Zuvor aber muss Vincent sich einem Fragen/Antwort Spiel unterziehen. Die Antworten des Spielers nehmen hierbei Einfluss auf das jeweilige Ende des Spiels. Zum Ende eines Traum stehen die Boss Stages. Entscheidender Unterschied zu den anderen Türmen ist, dass Vincent von einem riesigen Monster verfolgt wird, was einem zusätzlich das Erklimmen der Klötze erschweren möchte. Soweit zum Action-Part des Spiels.
Der nun folgende Teil beschäftigt sich mit dem Adventure-Part von Catherine und erläutert das Vorgehen am Tage, also in Vincents wirklichem Leben. Schafft es Vincent lebend aus seinen Träumen zu entkommen, finden man sich meist, nach einer Sequenz, in der Stray Sheep Bar wieder. Hier trifft er sich mit seinen Freunden, unterhält sich mit ihnen und genehmigt sich auch ein, zwei Getränke. Das Interessante hierbei sind die anderen Bar Besucher, denn korrespondieren diese mit den Schafen auf Vincents Träumen und auch hier sollte man Acht geben, was man antwortet, denn deren Leben steht auf dem Spiel.
Weiteres wichtiges Feature sind die SMS, bzw. Vincents Handy, denn hier kann man sein Spiel speichern, oder eben besagte SMS von meist Catherine oder auch Katherine zu erhalten. Je nachdem wie man nun auf die SMS antwortet, verändert sich eine Skala, die Vincents Gewissen widerspiegelt. Ohne viel vorweg zu nehmen, beeinflusst diese Skala das Ende des Spiels. Doch keine Sorge, denn man muss die SMS nicht selber schreiben… so werden einem Sätze vorgegeben, die man nach Belieben wechseln kann.
Auf der Präsentation wurde uns gezeigt, dass jeweils der letzte Satz der SMS veränderbar sei, allerdings stimmt dies nicht ganz, denn auch die vorherigen Sätze bieten Alternativen. Besonders witzig fand man die Gegebenheit, dass Vincent sich erst einmal auf die Toilette begeben muss, wenn er anzügliche Bilder von Catherine erhält und betonte dies extra. Neben diesen Möglichkeiten bietet die Stray Sheep Bar noch eine Jukebox, die Lieder aus Catherine selbst, sowie aus anderen Atlus Titeln zum abspielen enthält. Und zum Schluss noch einen Spielautomaten, an dem man sich ein wenig Spielpraxis für die kommende Träume holen kann.
Man glaubt es kaum, aber auch Catherine erfüllt seinen Lehrauftrag. So wurde uns auch eines der lustigen/lehrreichen Features des Spiels genannt. Nachdem Vincent ein Glas des Getränks seiner Wahl (Cocktail, Whisky, Sake oder Bier) leert, erhält man wissenswerte Informationen über diese Getränk, so wird man über die Herkunft verschiedener Cocktails aufgeklärt oder erhält Tipps zum richtigen Einschenken eines Bieres.
Zum Ende der Vorführung gestattete man uns noch ein paar kleine Fragen, doch die interessantesten konnten hierbei leider nicht beantwortet werden. So erfuhren wir weder einen konkreten Europa Termin, noch ob es eine Special Edition geben wird. Sehr wohl wurde aber gesagt, dass sich Deep Silver an die Europäisierung der Texte im Spiel gekümmert hat, so dass man hierzulande mit deutschen Texten rechnen kann.
Neben diesem soll sich die europäische Version jedoch strikt an die US Version halten, sprich vereinfachtem Schwierigkeitsgrad auf den Stufen Leicht und Normal und der englischen Synchronisation. Von einem zusätzlichen Einbinden der japanischen Synchronisation wurde hingegen leider abgesehen.
Durchaus interessiert und gespannt begaben wir uns nun in die Hallen der GamesCom, um nun endlich noch einen direkten Eindruck des Spiels zu gewinnen. Spielbar am Stand war die bereits bekannte Demo aus dem PSN, doch waren die Stimmen zu dieser doch recht positiv, selbst von Spielern, die Catherine eben noch nicht gespielt haben. Der Schwierigkeitsgrad Leicht wusste ungeübte Spieler schon zu fordern, was allerdings diese nur noch mehr anspornte es zu schaffen. Catherine bietet mit seinem Gameplay im Action Bereich des Spiels schon recht viel Anspruch an den Spieler, was durchaus frustrierend sein kann, aber nie wirklich unfair ist. Als Fazit könnte man es mit den Worten herausfordernd aber fair beschreiben.
Besonderes Highlight war obendrein noch der Stand selber. Der war in einer Art Nische eingebaut und mit einem roten Vorhang verhüllt, so dass es zunächst schon ein wenig Überwindung kostete, sich hinter den Vorhang zu trauen. Mit einem mulmigen Gefühl im Magen begab man sich nun in Catherines “Hinterhof Puff” und das Interieur bestätigte den ersten Eindruck. Mit rotem Samt eingehüllte Wände und Bärenfell verzierten Spielstationen rundete die Discokugel an der Decke die Atmosphäre ab. Zu erwähnen sind vor allem die vorhandenen Sitzmöglichkeiten, denn nur sehr wenige Stände konnten mit so einem Komfort aufwarten, so dass man sich entspannt in das Spielgeschehen hineinversetzen konnte.
Einziges Manko, die unmotivierte Catherine Darstellerin vor dem Eingang, die recht lustlos in der Gegend stand. Am GamesCom Samstag bekam sie jedoch Unterstützung von einer weiteren Catherine Darstellerin, welche ihr ein Lächeln auf ihr Gesicht zaubern konnte.
Saebaxyz
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Das waren Schafsfelle xD Und da war ne zweite am Samstag?! Und du machst kein Foto? . _ .*
hehe
jo schorry
kamera vergessen ;____ ;
die zweite war 2 köpfe größer als die andere
und sah um einiges motivierter aus
Auch… besser? XD
hmm
naaa…naajaaaaaa~
Da wäre ich auch gerne gewesen. >.<
Die Gestaltung des Standes sieht von den Fotos her sehr toll aus.
Ansonsten toller Text!
Also, die Cosplayerin schaut auch nicht so dolle aus,
aber trotzdem toll, dass sie da eine hingestellt haben.